Stammzellentnahme – wie werden Stammzellen entnommen?

Sie möchten einem kranken Menschen helfen und sind auf der Suche nach Informationen zu „Stammzellenentnahme“.

Wie werden Stammzellen entnommen?

Früher war dies nur durch die Spende von Knochenmark möglich. Heute gibt es bereits, zwei Möglichkeiten, die die dringend benötigten Stammzellen spenden:

1. die Knochenmarkentnahme
2. die periphere Stammzellentnahme

Bei der Knochenmarkentnahme wird dem freiwilligen Spender unter Vollnarkose ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen entnommen und dem Patienten übertragen. Diese Menge ist notwendig, um eine ausreichende Zahl von Blutbildenden Stammzellen für den Wiederaufbau der Blutbildung zu erhalten. Der entnommene Liter bildet sich innerhalb von 14 Tagen vollständig nach. Was bleibt, sind zwei kleine Narben über dem Gesäß – und das gute Gefühl, einem Menschen eine Chance auf ein neues Leben gegeben zu haben.

Nach ca. 2 bis 3 Tagen im Krankenhaus kann der Spender wieder nach Hause gehen. Das Risiko für den Knochenmarkspender ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko. Um mögliche Komplikationen auszuschließen, wird der Spender vor der Stammzellenentnahme immer eingehend untersucht.

Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender über mehrere Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gegeben. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Dieses Verfahren wird in der Medizin seit 1988 angewandt. Nach dem heutigen Stand in der Forschung der Stammzellenentnahme ist das Risiko der Langzeitnebenwirkung gering. Jedoch kann hier aufgrund der relativ kurzen Beobachtungsdauer kein abschließendes Urteil getroffen werden.


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