Stammzellenforschung – wie weit ist die Stammzellen-Forschung?

Es wird viel über die Stammzellenforschung diskutiert und man liest einiges zu diesem durchaus interessanten Thema. Doch wie weit ist die Stammzellen-Forschung inzwischen?

Adulte Stammzellen sind Zellen, die sich nach der Geburt im menschlichen Organismus befinden. Die Forschung hat herausgefunden, dass diese Stammzellen sich über die gesamte Lebensdauer in bestimmte spezialisierte Gewebetypen entwickeln können. Gemäß dieser Definition gehören Nabelschnurblut-Stammzellen zu den adulten Stammzellen.

Anders als embryonale Stammzellen haben adulte Stammzellen nach dem gegenwärtigen Forschungsstand ein eingeschränktes Entwicklungspotential, so ist ihre Vermehrung und ihre Lebensdauer begrenzt. Mit Hilfe von Wachstumsfaktoren können sie im Labor dazu angeregt werden, sich in spezialisierte Zellen zu entwickeln.

Die dabei am längsten bekannten Quellen für adulte Stammzellen sind das Blut und das Knochenmark. Dort findet sich eine Stammzelle auf 10.000 Zellen. Eine Knochenmarksstammzelle kann das gesamte Blutsystem eines Organismus erneuern.

Frühe embryonale Stammzellen können sich in jegliches Gewebe entwickeln. Sie bilden im Embryo die Vorläufer, aus denen sich alle Körperzellen entwickeln. Diese frühen Zellen haben das Potential, jeweils einen kompletten eigenständigen Organismus zu bilden.

Embryonale Stammzellen können aus so genannten überzähligen Embryonen oder durch Klonen einer Eizelle gewonnen werden.

In Deutschland ist die embryonale Stammzellen-Forschung nur sehr eingeschränkt erlaubt, da zu ihrer Gewinnung die Zerstörung von frühen menschlichen Embryonen erforderlich ist. Die Forschung an embryonalen Stammzellen ist ethisch sehr umstritten und eine zukünftiges therapeutisches einsetzen dieser Zellen fraglich.

Die Einlagerung von adulten Stammzellen bei einer Nabelschnurblutbank gilt als ethisch unbedenklich, da sie aus dem Nabelschnurblut eines bereits geborenen Kindes gewonnen werden kann.

Hierzu finden Sie ein interessantes Video im Anschluss:


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